Blattläuse bekämpfen und vorbeugend vor Befall schützen

Blattläuse bekämpfen
Wenn sie sich einmal im Garten breit gemacht haben ist kaum eine Pflanze vor den Blattläusen sicher. Ob Rosen oder Hibiskus – Blattläuse sind unheimlich hungrig und zerfressen dir den halben Garten. Doch man kann schon vorbeugend was gegen diese Schädlinge tun. Und selbst bei einer Blattlaus-Epidemie hast du die Chance mit Hausmitteln gegen sie vorzugehen. Klappt dies nicht, stelle ich dir hier einige wirkungsvolle Mittel gegen Blattläuse aus dem Handel vor.

Tipps um Blattläuse erfolgreich zu bekämpfen

Bei nur leichtem Befall

Gib der Natur eine Chance! Meist tauchen kurz nach dem ersten Auftreten von Blattläuse, deren Fressfeinde auf. Das sind vor allem Marienkäfer und Marienkäferlarven, Ohrenkneifer (Ohrwurm) und Florfliegenlarven.

Erwachsene Marienkäfer bekämpfen innerhalb von 4 Wochen rund 600 Blattläuse

Erwachsene Marienkäfer bekämpfen innerhalb von 4 Wochen rund 600 Blattläuse
Bild: ariesa66/ pixabay.com /CC0 1.0

Marienkäferlarven sind Nützlinge!

Marienkäferlarven sind Nützlinge!
Bild: francok35/ pixabay.com /CC0 1.0

Florfliegenlarve frisst Blattlaus

Florfliegenlarve frisst Blattlaus
Von Eric Steinert - from de.wiki, uploaded by kulac, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1698970

Ohrenkneifer oder auch Ohrwurm genannt

Ohrenkneifer oder auch Ohrwurm genannt
Bild: francok35/ pixabay.com /CC0 1.0

Nicht sofort zum Gift greifen

Lass diesen natürlichen Helfern etwas Zeit, um sich in deinem Garten auszubreiten und so die Blattläuse zu bekämpfen. Denn sie müssen sich erst einmal vermehren. In einem ausgewogenen Garten schaffen sie dies auch.
Bis diese natürlichen Fressfeinde deinen Garten erobern und für dich die Schädlingsbekämpfung starten, streife die Blattläuse mit der Hand von den Pflanzen ab. Sie bevorzugen besonders die Triebspitzen und Blattunterseiten deiner Pflanzen.
Auch ein Abspritzen der Pflanzen mit dem Wasserschlauch kann helfen. Dies wird bei Rosen als allererstes Mittel der Wahl genannt.

Wartet man vergeblich auf die Nützlinge, muss man zu anderen Mitteln greifen. Hierfür gibt es so manches Hausmittel

Bei allem Hausmitteln gilt: Da sie sanfter sind, müssen sie mehrmals hintereinander angewandt werden.
Setze selber eine Seifenlaugenspritzung an. Gebe dazu 1 TL Brennspiritus und 1 TL Schmierseife (Kali-Seife, keine Haushaltsseife!) in einen Liter Wasser und fülle dies in eine leere Sprühflasche. Achte beim Besprühen der Pflanzen besonders auf die Blattunterseiten – ein beliebtes Versteck der Läuse. Andere Tiere werden durch dieses Hausmittel nicht beeinflusst. Leider kann die Schmierseife Flecken auf den Blättern hinterlassen.

Blattläuse mögen kein Bohnenkraut

Blattläuse mögen kein Bohnenkraut
Bild: Hans/ pixabay.com /CC0 1.0


Aus Bohnenkraut kann man einen Sud herstellen, der durch seine ätherischen Öle Blattläuse vertreibt. Dazu ein Büschel Bohnenkraut in zwei Liter Wasser geben und etwa eine Stunde köcheln lassen. Abkühlen lassen, Pflanzenteile aussieben in eine Sprühflasche füllen.
Wer kein Bohnenkraut zur Hand hat, kann auch aus Brennnesseln einen solchen Sud herstellen. Dazu etwa ein Kilo Brennnesseln in zehn Liter Wasser geben und einen Tag lang ziehen lassen. Zehn Liter braucht man deshalb, weil man die Behandlung mehrmals wiederholen muss. Dafür ist sie absolut umweltfreundlich. Der unangenehme Geruch des Suds nach wenigen Tagen ist normal.
 

Hartnäckige Blattläuse bekämpfen

Kaufe im Shop ein Mittel mit dem Wirkstoff Pyrethrum. Dieser Wirkstoff wird aus der Blüte einer Chrysanthemen-Art gewonnen und ist für Warmblüter wie Menschen und seinen Haustieren wie Hund und Katze ungefährlich. Er baut sich zudem schnell ab, weshalb fruchttragende Pflanzen damit besprüht werden können, ohne dass die Früchte ungenießbar werden. Außerdem wirken Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Pyrethrum sehr schnell und sind ungiftig für Bienen. Ein Mittel mit besagtem Wirkstoff ist zum Beispiel Spruzit®. Es wirkt ebenfalls gegen Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege, Thripse, Schild-, Woll- und Schmierläuse, Zikaden, Raupen, Buchsbaumzünsler, Käfer- und Blattwespenlarven. Allerdings bekämpft es auch Nützlinge und ist besonders giftig für Fische (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pyrethrum).
 

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Neem-Öl (auch Niemöl genannt) ist bereits Bestandteil vieler Pflanzenschutzmittel, du kannst es aber auch pur kaufen und ausbringen. Es wird aus der Blüte eines tropischen Baumes gewonnen und ist ein wichtiger Teil der ayurvedischem Medizin. Als Mittel zur Schädlingsbekämpfung ist es besonders beliebt da es sanfter und unschädlich für Mensch und Haustier ist. Es stoppt die Entwicklung der Larven und Puppen, gegen ausgewachsene Schädlinge wirkt es jedoch nicht. Das heißt, man muss eine Zeit lang warten, bis der Garten schädlingsfrei ist. Am besten man wiederholt die Neem-Öl-Spritzung an drei aufeinander folgenden Tagen. Da es ebenfalls sehr gut gegen Zecken wirkt, ist es möglich, Neem-Öl mit Hundeshampoo zu mischen. So haben Zecken keine Lust mehr auf das Blut deines Hundes.
 

Blattläuse vorbeugend bekämpfen

Sorge für die richtige Nährstoffzufuhr. Nicht für die Blattläuse, sondern für deine Pflanzen! Denn Blattläuse bevorzugen schwache, kranke Pflanzen. Aber das heißt nicht, dass man einfach nur die Pflanzen düngt und damit hat es sich. Blattläuse gehen sehr gerne an Pflanzen, die durch Düngemittel zu viel Stickstoff bekommen haben, denn diese Pflanzen wachsen zwar schnell, haben aber relativ weiche Zellwände. Für Blattläuse ein Festmahl. Dezentes düngen mit Stickstoff hält viele Schädlinge fern. Doch nicht überdüngen, denn dann tritt der gegenteilige Effekt auf und die Blattläuse finden deine Pflanzen noch viel interessanter.
Hungernde oder welke Pflanzen stehen ganz oben auf ihrem Speiseplan. Zum Thema Düngen lies diesen Artikel -> Wie dünge ich meine Pflanzen richtig?

Lavendel sieht nicht nur schön aus

Lavendel sieht nicht nur schön aus
Bild: Hans/ pixabay.com /CC0 1.0


Insgesamt gilt: Mischkulturen beugen Schädlingen vor. Größere Ansammlungen von gleichen Pflanzen stellen das Ökosystem auf den Kopf und der Garten kann sich nicht mehr selber regulieren.
Eine besonders schöne Variante gegen Schädlinge ist es, Lavendel neben besonders anfällige Pflanzen zu setzten. Viele Schädlinge können den Duft des ätherischen Öls des Lavendel nämlich nicht haben und hauen ab.
Bohnenkraut ist ebenfalls sehr unattraktiv für Läuse jeglicher Art. Pflanze es immer wieder zwischen deine Zierpflanzen und sie werden von Läusen ignoriert.
 

Fazit

Nicht immer sofort zur Chemiekeule greifen. Oft lohnt es sich, einfach mal abzuwarten und der Natur seinen Lauf zu lassen, denn viele Nützlinge haben Hunger auf deine Blattläuse. Hausmittel sind eine umweltfreundliche Alternative. Und wenn dies nicht hilft, kann man zu Pflanzenschutzmitteln greifen, die nur die schädlichen Blattläuse bekämpfen und keinen Einfluss auf Mensch und Haustier haben.

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