Gute Gründe um im Oktober den Garten aufzuräumen – oder auch nicht!

Ist der Herbst richtig zugange, sollten man die Zeit nutzen, im Garten einmal gründlich nach dem Rechten zu schauen. Das bedeutet nicht, dass der Garten keimfrei oder besonders ordentlich sein soll. Beim Aufräumen sollte man Rückzugsräume für heimische Tiere berücksichtigen und diese wenn möglich sogar selbst schaffen.

Entferne Unkraut und abgestorbene Pflanzenteile

  • Schneide vergilbte oder bereits abgestorbene Pflanzenteile von Stauden oder Rosen ab. Dann gilt: Krankhafte Pflanzenteile am besten im Müll entsorgen, damit sich andere Pflanzen nicht anstecken können. Der Rest kommt auf den Kompost. Gesunde Stauden werden nicht zurückgeschnitten, da in ihren Stängeln viele nützliche Insekten überwintern.
  • Da sich sowohl Wurzel- als auch Samenunkräuter auch bei kalten Temperaturen verbreiten und sie im Herbst besonders viel Platz im Beet haben, rasch weg damit. Mulche oder jäte deine vom Unkraut befallenen Beete.
    Aufräumen, Garten, Herbst, Oktober

    Dieser Apfel ist bereits von Schlimmel befallen und könnte andere Pflanzen anstecken
    Bild: Antranias/ pixabay.com /CC0 1.0

  • Es drohen Schädlingsinvasionen, wenn du faulende oder pilzige Früchte im Garten einfach liegen lässt. Das gilt auch für die, die noch am Baum hängen. Diese kompostieren oder auf Nummer Sicher gehen und auch in die Mülltonne werfen. Gesunde Beeren an Ziersträuchern dagegen werden für die Vögel übrig gelassen.
  • Laub vom Rasen entfernen. Unter ihm kann sich Schlimmel bilden. Was du mit dem Laub machst? Lebensräume schaffen (siehe unten). Laum auf Beeten und unter Hecken allerdings schützen den Boden (und damit die Wurzeln empfindlicher Pflanzen) vor Frost.

Räum nicht zu spät auf und denk an die kleinen Gartenbewohner

Nicht nur der Igel benötigt im späten Herbst eine Rückzugsmöglichkeit. Auch Kröten, Laufkäfer, Spitzmäuse und andere Nachtaktive Jäger sind im g´Garten unterwegs und räumen schon gründlich auf, um alles für ihre Überwinterung klar zu machen. Jetzt solltest du ihnen die Möglichkeit geben und einen geschützten Platz (z.B. unter Nadelgehölzen oder an einer selten begangenen Stelle am Zaun) mit Laub und Schnittgut bestücken. Dann heißt es: Finger weg. Als Dankeschön für die Schädlingsbekämpfung machen wir einen großen Bogen um diese Stellen und überlassen sie der Natur.

Fazit: Übertreibe es nicht mit den Aufräumen, schaffe ruhige Plätze für einheimische Tiere und lass diese dann auch in Ruhe. So schützt du zum einen deine eigene Pflanzen vor Krankheiten und bewahrst zusätzlich die Artenvielfalt.

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