Kompost richtig anlegen, umsetzen und kostenlosen, natürlichen Dünger erhalten

Mit dem eigenen Kompost hast du eine Allzweckwaffe gegen so manches Problem selber hergestellt! Und das auch noch kostenlos. Du erhältst einen wirklich wertvollen Dünger und kannst damit auf so manchen chemischen Dünger problemlos verzichten. Wenn du ihn im Mai anlegst, kannst du im Jahresverlauf deine Gartenabfälle und gewisse Bioabfälle problemlos entsorgen.
Beim Kompostieren solltest du jedoch einige wichtige Regeln beherzigen, damit du die ideale Gartenerde erhältst.

Wo stelle ich meinen Komposter auf?

An besten legst du deinen Kompost an einer windgeschützten, halbschattigen Stelle an. Dort sollte er jahrelang stehen können, ohne umziehen zu müssen. Sollte dies jedoch trotzdem mal nötig sein, findest du später im Artikel nützliche Tipps, wie und wann du deinen Komposter umsetzt.

An dem halbschattigen Platz trocknet dein Kompost nicht so schnell aus, denn er darf nie ganz trocken werden. Bei Bedarf also wässern.

Damit Bodenlebewesen in den Kompost gelangen zu können, um ihn zu zersetzen, muss der Kompost Kontakt zum Boden haben. So können die unterschiedlichsten Krabbeltiere ihrer Arbeit nachgehen und die geschichteten Pflanzenteile zersetzen und in feinkrümeligen Kompost verwandeln, auch Humus genannt.

Um ungebetene Gäste wie Wühlmäuse auszusperren, empfiehlt es sich, einen Maschendraht zwischen Boden und Kompostbehälter zu legen.

Wenn du einen Kompost ganz neu anlegst, kannst du ihn "impfen" indem du etwa eine Schubkarre bereits fertigen Kompost als unterste Schicht verwendest. Wenn du nicht aus einem bereits fertigen Komposthaufen schöpfen kannst, frag doch einen Nachbarn oder Freund.

Achte auch darauf dass der Komposter leicht zugänglich ist, also auch ein Weg dahinführt, damit du ihn mit der Schubkarre leicht erreichen kannst.

Der richtige Kompostbehälter

Als Umzäunung für den Kompost empfiehlt sich sehr dauerhaftes oder imprägniertes Holz oder andere, nicht verrottbare Materialien wie ein Komposter aus Metall. Meist hat er etwa eine Höhe von einem Meter.  So kannst du den Komposter entweder kaufen oder selber bauen.

Wichtig ist die seitliche Belüftung des Kompost, zur Vermeidung von Staunässe.

Thermokomposter (auch Schnellkomposter genannt): Diese Art des Komposter besteht aus dicken Kunststoffwänden und hat einen Deckel. Innerhalb eines Thermokomposters steigen die Temperaturen sehr rasch an und sorgen so für einen schnellen Zersetzungsprozess. Trommelkomposter sorgen mit einer seitlich angebrachten Kurbel, mit dem der Kompost durchgemischt und belüftet werden kann, für weniger Arbeit.

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Zusammensetzung des Kompost - Wie lege ich einen Komposthaufen an?

Alle Gartenabfälle sollten gehäckselt werden. Je kleiner das Material, desto schneller verrottet es.

Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an:

    Eine gute Grundlage bieten gehäckseltes Geäst und Staudenstiele.

    Darauf können Gartenabfälle und Küchenabfälle. Schichte immer trockene und feuchte Materialien im Wechsel. Alles muss locker und feucht aufeinander liegen, sodass immer Sauerstoff im Inneren vorhanden ist. Zwischendurch gerne eine Lage kleiner Äste einbringen, dies erhöht die Sauerstoffzufuhr.

    Gartenabfälle wie Laub und Pflanzenreste können auf den Kompost

    Gartenabfälle wie Laub und Pflanzenreste können auf den Kompost
    Bild: Antranias/ pixabay.com /CC0 1.0


    So mischt du grobe Abfälle wie Strauchschnitt mit feinen Pflanzenteilen wie Unkraut oder Rasenschnitt mit verdorbenen Obst aus Küche oder Garten mit nährstoffarmen Pflanzenteilen wie gehäckselten Ästen oder trockenen Laub und nährstoffreichen Gemüseresten.

    Dünne Schichten Knochenmehl, Hornmehl, Steinmehl oder Kalk wirken wie Kompostbeschleuniger aus dem Handel und sorgen für Nährstoffe und aktivieren Umsetzungsprozesse. Du erhältst schneller besseren Kompost.

    Fertiger Kompostbeschleuniger enthält außerdem Kompostbakterien und Pilzkulturen. Kompostbeschleuniger ist in Pulverform erhältlich und wirkt am besten, wenn viele verschiedene Schichten Abfall auf dem Kompost liegen. Er wird einfach mit untergearbeitet, wenn der Kompost umgeschichtet wird.

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Diese Sachen dürfen nicht auf den Kompost

Manche Sachen solltest du lieber mit dem Hausmüll entsorgen, obwohl einige theoretisch Bioabfall sind. Dazu gehören:

VerbotSpeisereste tierischen Ursprungs wie Fleisch, Käse, Knochen, Fischgräten, Fette und Öle jeglicher Form (ziehen Ratten magnetisch an), Kohleasche und Holzasche (hohe Schwermetallgehalte!), Hunde und Katzenkot, Staubsaugerbeutel, Zeitschriften, Stein, Leder und behandeltes Holz.

Ebenfalls dürfen keine Pflanzenteile mit Krankheiten, wie etwa Feuerbrand oder Kohlhernie, auf den Kompost. Unkraut nur, wenn es noch keine Samen gebildet hat.

Schalen von Südfrüchten nur in geringen Mengen, da sie pilzhemmende Mittel enthalten und nur sehr sehr langsam verrotten.

Verdorbenes Obst und Rasenschnitt in dünnen Schichten in den Kompost geben, da sonst die Gefahr einer Fäulnis besteht. Bei viel Laub im Herbst empfiehlt es sich, das Laub mit dem Rasenmäher von der Rasenfläche aufzunehmen. Dabei vermischt es sich mit dem Rasenschnitt und der Kompost wird nicht zu trocken.
Laub von Bäumen wie Birke, Eiche, Walnuss und Kastanie verrottet wegen den darin enthaltenen Gerbsäuren nur langsam. Blätter dieser Bäume möglichst zerkleinert und in kleinen Mengen auf den Kompost werfen.
Steinmehl neutralisiert Gerbsäuren, falls doch zu viel Laub einer dieser Baumarten auf dem Kompost landen sollte.

Wann ist der Kompost fertig?

Wenn in deinem Kompost unterschiedliche Pflanzenteile zusammenkommen und eine organische Masse schaffen, ist unter optimalen Bedingungen dein Komposthaufen nach etwa einem Jahr reif.

Beschleunigung:
Durch Verwenden eines Thermokomposters erhältst du schneller fertigen Kompost.  Du kannst diesen Prozess auch durch das Abdecken mit schwarzer Mulchfolie beschleunigen. Dadurch entstehen höhere Temperaturen und die Verrottung erfolgt innerhalb von 3-4 Monaten.

Man schichtet die Abfälle etwa alle 3 Monate im gleichen Behälter um oder füllt sie in einen anderen Kompostbehälter. Dies fördert die Durchlüftung und führt dazu dass sich das Volumen erheblich reduziert. Der umgesetzte Kompost braucht nun nur noch etwa 7 Monate.

Dieses Umsetzen kann man sich aber eigentlich sparen, wenn die Abfälle wie oben beschrieben, trockene und feuchte und feine und grobe Materialien abwechselnd , geschichtet werden. Nicht zersetze Reste werden im nächsten Jahr einfach wieder untergemischt.

Würmer als Kompostbeschleuniger

Regenwürmer verwandeln Abfall in Dünger

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Bild: PortalJardin/ pixabay.com /CC0 1.0


Bestimmte Vertreter der Regenwürmer, die Kompostwürmer (Eisenia foetida), kannst du online bestellen und direkt auf deinen Kompost geben. Etwa 1000 Würmer sorgen dafür, dass etwa ein Kubikmeter Abfall in 4 Wochen zu Humus umgesetzt wird. Dabei ist die entstehende Erde besonders locker und nährstoffreich. Setze die Würmer am besten tagsüber direkt auf deinen Komposthaufen, denn sie sind lichtscheu und werden sich dort direkt eingraben und nicht noch umherziehen. Einen natürlicheren Kompostbeschleuniger kannst du nicht finden.
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Wie den Kompost umsetzen?

Wenn der Kompost unten reif ist, oben aber noch nicht, kann man den Kompost umsetzen um so die Verrottung des übrigen Materials zu beschleunigen. Dies sollte man etwa alle 3 Monate tun.
Gehe dabei wie folgt vor:

  1. Beginne mit dem Umschichten bzw. Umsetzen zwischen Februar und März.
  2. Ziehe den Kompost mit einer Mistgabel von unten nach oben hin weg und trage den Hügel Schicht für Schicht ab.
  3. Wirf den Kompost durch ein Sieb. Grobe, nicht vollständig zersetze Teile werden dem Kompost wieder zugefügt, Steine und andere nicht verrottbare Teile aussortiert.
  4. Die gesiebte Komposterde, auch Humus genannt, kannst du nun gleichmäßig auf deine Beete verteilen.
  5. Vergesse dabei auch nicht deine Zimmerpflanzen, Balkonpflanzen, Topfpflanzen und das Gewächshaus.
  6. Auf gefrorener Erde sollte noch kein Kompost gegeben werden.
  7. Komposterde mit einer Harke in den Boden einarbeiten.
  8. Kompostbehälter aus Beschädigungen untersuchen, ausbessern oder wenn nötig neuen kaufen.
  9. Etwas von dem entstandenen Kompost wieder in den Kompostbehälter geben, damit die Verrottung schnell weitergehen kann.

Warum stinkt mein Kompost so?

Fertige Komposterde riecht nach frischem Waldboden. Enthält dein Kompost zu wenig Sauerstoff, verfault der Kompost anstatt sich zu zersetzen und verströmt einen ekelhaften Geruch. Dies vermeidest du, indem du zwischendurch gröberes Material wie eine Schicht dünne Äste auf dem Kompost verteilst. Die Lücken die entstehen sorgen für die richtige Sauerstoffzufuhr.

Außerdem solltest du bei einem stinkenden Kompost für mehr seitliche Belüftung sorgen. Dadurch bildet sich keine Staunässe, die nur Fäulnis führt. Auch ist es möglich, dass du zu viel feuchten Rasenschnitt auf den Komposter geschmissen hast.

Steinmehl sorgt nicht nur für besseren Dünger, er bindet auch unangenehme Gerüche.

Vorteile von Kompost gegenüber Dünger

Fertiger Kompost ist dunkelbraun und riecht nach Waldboden

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Bild: Jing/ pixabay.com /CC0 1.0

  1. Du schützt die Umwelt, wenn du weniger oder keinen chemischen Dünger verwendest und Müll sachgemäß trennst.
  2. Du hast weniger organischen Müll, die Biotonne ist nicht so schnell voll.
  3. Relativ geringer Arbeitsaufwand für sehr guten Dünger.
  4. Du förderst Kleinstlebewesen und Nützlinge in deinem Garten, dies bedeutet wieder weniger Arbeit, da diese Krabbelviecher vieles selber zersetzen und für Nährstoffe sorgen.
  5. Kompost kann auf allen Böden und für jede Pflanze verwendet werden.