Rosen schneiden, aber richtig!

Die Zeit Rosen zu schneiden ist gekommen, wenn die Knospen anfangen zu schwellen. Nur nach einem richtig durchgeführtem Schnitt kannst du dich an der üppigen Blüte erfreuen. Deshalb gebe ich dir hier wichtige Tipps, welche Gruppen der Rosen welchen Schnitt benötigen.

Zuallererst musst du kranke und frostgeschädigte Triebe bis ins gesunde Gewebe hinein entfernen. Dies gilt für alle Rosenarten. Vitales Holz besitzt eine grüne Rinde und ein weißes Mark. Diese verschonen. Triebe die an Mehltau erkrankt sind, besitzen einen weißlichen Pilzbelag. Solche Triebe großzügig entfernen.

Wie muss ich Rosen schneiden?

Die Rosen besitzen Triebknospen. Man nennt sie auch Augen. Rosentriebe schneidet man schräg etwa 1 cm über diesen Augen ab. Dabei sollten die Augen schräg nach außen zeigen, dann wächst der Trieb auch nach außen und hat genug Platz nur Entfaltung. Nach dem Schnitt sollten an den Trieben jedoch immer zwei kräftige Knospen vorhanden sein. Nimm zum Schnitt unbedingt eine scharfe Rosenschere, die Triebe dürfen nicht gequetscht werden, da sonst die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen nicht mehr gewährleistet ist. Schnittabfälle die kranke Triebe beinhalten, sollten nicht auf dem Kompost landen, da sich die Schädlinge sonst im Garten verteilen könnten. Sie gehören in den Hausmüll.


Schnitt nach Rosengruppe



Du kennst dich mit den Rosengruppen nicht aus? Dann lies folgenden Beitrag: Welche Rosen pflanzen? Gruppen im Überblick.


Hochstammrosen schneiden
Diese Gruppe von Rosen hat in der Krone ihre Veredlungsstelle. Das heißt an dieser Stelle sind die Rosensorten, meist kleinwüchsige Beet- oder Zwergrosen aufgepfropft. Bei einem Schnitt müssen alle Triebe 10-15cm über dieser Veredlungsstelle eingekürzt werden, sodass eine halbrunde Form entsteht. So besitzt jeder Trieb noch 2-3 Augen.


Edelrosen stark zurückschneiden

Edelrosen stark zurückschneiden
Bild: vampy24/ pixabay.com /CC0 1.0


Edelrosen, Beetrosen und Zwergrosen schneiden
Diese Rosengruppe muss kräftig zurückgeschnitten werden. Je stärker dieser Rückschnitt ausfällt, desto kräftiger wird der Austrieb sein. Kürze Edelrosen und Beetrosen auf 20-30 cm, Zwergrosen auf 10-15 cm. So treiben sie unverzüglich wieder kräftig aus.



Öfterblühende Strauchrosen schneiden
Diese Rosen werden nur maßvoll eingekürzt. Entferne quer wachsende und überalterte Triebe, die über 4 Jahre alt sind, an der Basis. Dies fördert das Wachstum neuer Bodentriebe. Lass etwa 5 Haupttriebe unberührt und kürze die anderen um etwa ein Drittel.



Kletterrosen brauchen einen bestimmten Schnitt

Kletterrosen brauchen einen bestimmten Schnitt
Bild: Sarah19872/ pixabay.com /CC0 1.0


Öfterblühende Kletterrosen schneiden
Bei Kletterrosen die öfter blühen, bleiben die Langtriebe erhalten und du kürzt die Seitentriebe bis auf 2-3 Augen. Wird die Pflanze an der Basis zu kahl, kannst du ein oder zwei Haupttriebe bis auf 30 cm über dem Boden einkürzen.

Einmalblühende Strauchrosen, Kletterrosen und Wildrosen schneiden
Diese sind im Frühjahr noch nicht mit dem Schnitt dran. Also Finger weg! Kürze sie erst im Frühsommer. Nur kranke oder beschädigte Triebe darfst du entfernen.



Bodendeckerrosen und Kleinstrauchrosen schneiden
Diese Rosengruppen kannst du wie öfterblühende Strauchrosen schneiden. Alle drei Jahre ist jedoch ein Radikalschnitt nötig, bei dem bis auf 20 cm alles weggeschnitten wird. Dies regt zu starkem Neutrieb an. Deine Pflanzen werden sich freuen.

Kaskadenrosen schneiden
Dies sind Kletterrosen oder Bodendeckerrosen auf einem Stamm. Bei ihnen entfernt man nur einige Zweige, um die Form zu erhalten