Schädlingsbekämpfung: Die besten Hausmittel gegen Ameisen

Was hilft gegen Ameisen?

Zuallererst muss man sagen, dass Ameisen eigentlich keine Schädlinge sind. Im Gegenteil, sie sind außerordentlich gute Schädlingsbekämpfer. Die rote Waldameise erbeutet mit ihrem Volk pro Tag bis zu 100.000 wirbellose Tiere, so auch pflanzenfressende Insekten wie Falterraupen oder Blattkäferlaven. Außerdem steht die rote Waldameise, die vor allem auf Lichtungen und an Waldrändern lebt, unter Artenschutz.

Die Ameise arbeitet mit Blattläusen zusammen

Die Ameise arbeitet mit Blattläusen zusammen
Bild: dMz/ pixabay.com /CC0 1.0


Die gewöhnliche Gartenameise dagegen arbeitet mit Vorliebe mit Blattläusen zusammen. Sie beschützt diese vor Fressfeinden und kassiert im Gegenzug ihre zuckerhaltigen Ausscheidungen.

Ameisen im eigenen Garten können nervig sein. Besonders dann, wenn es wärmer wird, wie jetzt im Juni, machen sie sich auf die Suche nach essbarem. Leider auch mal gerne mitten über unsere Terrasse oder ab in unser Haus. Denn am liebsten bauen Ameisen ihre Gänge unter Gehwegplatten oder Steinen. Bei der Vorbeugung von Ameisen hilft nur eins: Sauberkeit. Lass keine Nahrungsmittel im Garten liegen!

Ameisen mit Hausmittel vertreiben

  • Versuch es bitte nicht mit Backpulver. Vielleicht hast du von diesem Hausmittel gegen Ameisen schon mal gehört? Dabei wird das Backpulver von den Ameisen gefressen, es quillt im Magen auf, bis die Insekten platzen. Dies bedeutet nur unnötige Qualen für die Tiere. Greife lieber zuerst zu anderen Hausmitteln gegen solche Schädlinge.
  • Auch die Insekten mit abgestandenen Bier anzulocken kann Nachteilig sein. Die Ameisen sollen in dem Bier ertrinken. Doch dies tut nur ein kleiner Teil. Viel mehr lockt es alle Ameisen in der Umgebung an. Bier wirkt wie ein Versprechen, dass es in deinem Garten mehr zu holen gibt.
  • Ameisen mögen stark duftende Kräuter wie Lavendel oder Majoran überhaupt nicht. Ein Auspflanzen dieser, zum Beispiel in der Nähe der Terrasse oder des Gartenwegs, verscheucht die Quälgeister.
  • Ätherische Öle (z.B. Lavendel oder Thymian) können verwendet werden um Ameisenstraßen in Luft aufzulösen. Dazu einige Tropfen in die Ameisenstraße tröpfeln, dies zerstört die Duftspur der Ameisen und andere können Ihrem Volk nicht mehr folgen.
  • Ein Mythos oder was Wahres dran? Oft wird berichtet, dass ein dicker Kreidestrich auf dem Boden eine unüberwindbare Barriere für Ameisen darstellt, da sie angeblich keine Kreide mögen. Dabei den Kreidestrich immer wieder erneuern. Probiere es doch aus und berichte von deinen Erfolgen 😉 .

Ameisen umsiedeln

Eine andere Möglichkeit lästige Ameisen von der Terrasse und dem Haus fernzuhalten, besteht darin, sie zum Umziehen zu bewegen. Dazu stellst du einen mit Holzwolle gefüllten Blumentopf mit der Öffnung nach unten auf ihr Nest. Nach einiger Zeit beginnen die Ameisen mit der Umsiedlung. Vielleicht kannst du sogar erkennen, wie die Ameisen ihre Puppen in ihre neue Unterkunft bringen. Warte ab, bis der Umzug abgeschlossen zu sein scheint und nimm den Blumentopf nun mithilfe einer Schaufel auf. Der neue Standort sollte ca. 30 Meter vom alten Nest entfernt sein. Um sicher zu gehen, kannst du jetzt das alte Nest mit (heißem) Wasser ausspülen.

Hilft das alles nicht? Andere Mittel gegen Ameisen

Ameisenköder

Ameisen werden von den Wirkstoffen in den fertigen Ameisenköder angelockt und transportieren das insektizidhaltige Ködergel in ihren Bau, wo es ihre Brut frisst. So sterben die Ameisen in ihrem Bau, das heißt du siehst wahrscheinlich gar keine toten Ameisen. Jedoch dauert es etwas, bis das Volk so ausgerottet ist. Es ist nur für Wirbellose schädlich, trotzdem sollte man es von Kindern und Haustieren fernhalten.


Zuverlässiger ist Ameisengift

Auch dieses Mittel wird von den Ameisen in ihren Bau transportiert und löscht das Volk dort aus. Jedoch wirkt es oft schneller.
Ameisengift kann aber auch für Menschen gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Daher sollte man es auf keinen Fall benutzen, wenn man Kinder oder Haustiere hat.


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