Warum Mulch so wichtig für deinen Boden ist

In der Natur gibt es selten „nackten“ Boden. Das hat einen Grund. Bringe deswegen jetzt eine Schicht Mulch aus, damit sich die Bodenbewohner wohlfühlen, dein Unkraut sich in Grenzen hält und du nicht so oft gießen musst.

5 Vorteile die eine Schicht Mulch auf deinem Boden hat

  1. Eine Mulchschicht schützt vor plötzlichen Temperaturschwankungen wie extreme Hitze oder Frost indem sie wie eine Isolierschicht auf dem Boden liegt. So bleiben alle nützlichen Krabbelviecher vital und können weiter ihrer Arbeit nachgehen 🙂 .
  2. Mulch verhindert das verschlämmen nach heftigen Regenschauern (der Boden besitzt weniger Sauerstoffporen wenn er „verschlämmt“ ist).
  3. Andersrum geht das auch: Mulch sorgt dafür, dass Wasser aus dem Boden langsamer verdunstet und die Bodenfeuchtigkeit länger erhalten bleibt.
  4. Wenn die Mulchschicht aus organischem Material ist, bietet sie eine zusätzliche Nährstoffquelle für alle Nützlinge im Boden (welche nach ihrem Tod wiederum verrotten und Nährstoffe für die Pflanzen liefern.
  5. Das beste zum Schluss: Da Mulch es Pflanzen erschwert zu keimen, kannst du selbst entscheiden wo Pflanzen wachsen sollen, indem du dort Mulch ausbringst. Keime und Unkraut werden durch den Mulch am Wachstum gehindert.

Welches Material eignet sich für eine Mulchschicht?
Am besten geeignet sind organische Materialien, die mit der Zeit verrotten und deinen Boden mit wertvollem Humus anreichern. Die meisten Materialien kannst du selber durch zerheckseln herstellen. Doch Vorsicht: Rinde einiger Gehölze wie Walnuss oder Eiche können durch ihre Gerbstoffe krautige Pflanzen in ihrem Wachstum hemmen.

5 mögliche Materialien für eine Mulchschicht

  1. Gehölzschnitt: Gehäckselte Schnittabfälle von Bäumen, Sträuchern und Hecken werden unter diesen Gehölzen verteilt um Unkrautwuchs zu verhindern. Diese Mulchauflage verrottet vergleichsweise langsam.
  2. Rasenschnitt und Laub: Diese Form des Mulches wird unter Bäumen und Sträuchern verteilt um die Stickstoffproduktion anzukurbeln. Dies schützt Gehölze im Winter.
  3. Rindenmulch: Eignet sich besonders für Wege. Da bei der Verrottung dem Boden Stickstoff entzogen wird, wird empfohlen, Hornspäne dem Substrat beizumischen. Da es keine gesetzliche Regelung gibt, woraus Rindenmulch bestehen muss, achte auf die Inhaltsstoffe. Vor allem die Rinde von Pinien eignet sich hier sehr gut.
  4. Mulchfolie und Stroh: Wird verwendet um in Erdbeerbeeten oder Gemüsegärten Unkrautwachstum zu verhindern und den Boden warm zu halten. Hier kannst du Mulchfolie günstig kaufen.
  5. Kies und Splitt: Eignet sich ebenfalls sehr gut um Wege anzulegen und wird gerne in Steingärten verwendet, da ein nährstoffarmer Boden bei Stauden erwünscht ist.

So funktioniert's:

  • Nur Pflanzen mit Mulch umgeben, die gut angewachsen sind. Junge Pflanzen können sonst ersticken.
  • Nie mehr als 5 cm Mulch ausbringen.
  • Bei stohigem oder holzigem Material sowie Rindenmulch wird dem Boden Stickstoff entzogen weshalb du zusätzlich düngen solltest (z.B. mit Hornspänen).
  • Kein „grünes“, also frisches Material ausbringen da sich darin sonst schnell Schnecken vermehren können. Dies erst antrocknen lassen.
  • Nicht verwendet werden sollten samentragende Pflanzen, Wurzelunkräuter und kranke Pflanzenteile, da sonst Unkraut vermehrt und Krankheiten übertragen werden können.

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