Wespen erfolgreich aus dem Garten vertreiben

Zuallererst sei klar gestellt: Wespen sind ein Teil der Natur und tragen zum Gleichgewicht bei, indem sie Schädlinge (wie Blattläuse und Mücken) und Aas fressen und teilweise auch Blüten bestäuben. Daher stehen die meisten Wespenarten unter Naturschutz. Sie dürfen also nicht getötet, sondern lediglich vertrieben werden. Außerdem dienen sie vielen Vogelarten als Nahrung. Sie sind also keine Schädlinge, denn sie schaden unserem Garten nicht, „nerven“ nur uns Menschen oder sind für Allergiker gefährlich. Der Mensch ist total uninteressant. Wespen halten sich eher zufällig bei uns auf, da sie Zwischenräume in der Hausverschalung oder in Bäumen als Nistmöglichkeit nutzen und in der Umgebung des Menschen reichlich Nahrung finden. Die Wespen haben im Hochsommer ihre Brut bereits aufgezogen und benötigen nun Zucker. Da kommt die Kuchentafel am Sonntagnachmittag oder das Kind mit dem leckeren Eis natürlich genau richtig.

Zitronen mit Nelken gespickt verscheuchen Wespen

Zitronen mit Nelken gespickt verscheuchen Wespen
Bild: Nolchen/ pixabay.com /CC0 1.0

Hilfe gegen Wespen im Garten

  • Speisen möglichst erst unmittelbar vor Verzehr auf den Gartentisch stellen und schnell wieder abräumen.
  • Getränke mit einem Deckel abdecken.
  • Farbenfrohe Kleidung (Rot, Gelb, Blau) zieht Wespen ebenso an wie süßliches Parfum oder Deo.
  • Vom Baum gefallenes Obst entfernen und reife Früchte ernten.
  • Blattläuse bekämpfen (weniger Nahrung für Wespen).
  • Eine halbierte Zitrone mit Gewürz-Nelken spicken (der Geruch verjagt Bienen).
  • Räucherstäbchen rund um die Terrasse abbrennen lassen.
  • Citronella-Kerzen auf dem Gartentisch brennen lassen.
  • Ätherische Öle in einer kleinen Schale auf den Tisch stellen.
  • Wespen sollen den Geruch von Knoblauch hassen.
  • In einem feuerfesten Gefäß Kaffeebohnen oder Kaffeepulver anzünden.
  • Locke die Wespen mit etwas Leckerem (z.B. Weintrauben oder Marmelade, gerne auch ein Stück Wurst) in eine Ecke des Gartens, in der sie nicht stören.

Die meisten Wespen sieht man im August. Zeit um noch was zu pflanzen. Wespen können folgende Pflanzen nicht leiden:

  • Zitronenbäumchen
  • Tulpen
  • Lavendelsträucher
  • Stiefmütterchen
  • gefüllte Dahlien
  • Geranien
  • Nadelgehölze
  • Basilikum

Wespe auf gelber Blume

Wespe auf gelber Blume
Bild: JamesDeMers/ pixabay.com /CC0 1.0

Folgende Pflanzen jedoch eher nicht in die Nähe der Terrasse pflanzen. Sie locken Wespen an, weil die Blüten viel Nektar bieten. Pflanzen, die voll von Bienen und Hummeln sind, werden auch gerne von Wespen aufgesucht. Diese Pflanzen sollten sich weit weg von der Terrasse befinden, dann bleiben die Tiere auch dort:
  • Wildrose
  • Holunder
  • Löwenzahn
  • Obstbäume
  • Akazien
  • Liguster
  • Gemeiner Schneeball
  • Kornelkirsche
  • Vogelkirsche

Wichtige Hinweise:

    Ein bewohntes Wespennest unbedingt von Fachmann entfernen lassen

    Ein bewohntes Wespennest unbedingt von Fachmann entfernen lassen
    Bild: ariesa66/ pixabay.com /CC0 1.0

  1. Ein Wespennest immer von Fachmann entfernen lassen, sollte es stören. Ansonsten hängen lassen. Wenn im Winter die Insekten sterben, kehrt die Königin im darauffolgendem Jahr nicht in das gleiche Nest zurück. Sind die Tiere verschwunden kann das Nest ohne Probleme entfernt und auf dem Kompost oder im Biomüll entsorgt werden.
  2. Eigentlich sollte es bekannt sein: Wespen stechen nur wenn sie sich bedroht fühlen. Also niemals nach ihnen schlagen. Auch nach einem Anhauchen kann eine Wespe stechen, da das Kohlendioxid in unserem Atem die Insekten panisch werden lässt.
  3. Bei einem Stich hilft eine halbierte Zwiebel oder ein Stück Schlangengurke, das man auf die Einstichstelle drückt. Auch der eigene Speichel kann sie Symptome lindern. Schwellungen sollten gekühlt werden.
  4. Schwillt eine Einstichstelle übermäßig an, leidet die gestochene Person unter Atemnot oder tritt ein Ausschlag auf, könnte dies ein Zeichen für eine allergische Reaktion sein, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich verlaufen kann. In solchen Fällen immer den Notarzt rufen.

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